Junge Leipzig Liberale kritisieren planlose Absage des Leipziger Weihnachtsmarktes

Im Zuge der Absage des Leipziger Weihnachtsmarktes kritisieren die Jungen Liberalen (JuLis) Leipzig das Vorgehen von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Die Absage des Leipziger Weihnachtsmarktes ist ein schwerer Einschnitt für alle Gewerbetreibenden. Die Begründung von OB Jung, dass die sächsische Corona-Schutz-Verordnung die Durchführung nicht erlaube, ist beim genaueren Hinsehen nur zum Teil richtig. So gilt die derzeitige Verordnung bis zum 30. November, der Weihnachtsmarkt ist hingegen traditionell bis zum 23. Dezember geöffnet. Damit bliebe, vorausgesetzt die sächsische Staatsregierung erlaubt die Durchführung anschließend wieder, immerhin ein Zeitfenster von drei Wochen um den Weihnachtsmarkt bis kurz vor Heiligabend durchzuführen. 
 
Dazu erklärt Luise Schulze, Vorsitzende der JuLis Leipzig: „Oberbürgermeister Jung macht es sich bei der generellen Absage des Weihnachtsmarkt zu einfach und versäumt es, Konzepte vorzulegen, die eine Öffnung nach dem 30. November erlauben würden. Bereits im Frühjahr haben Virologen davor gewarnt, dass im Herbst und im Winter eine zweite Infektionswelle auf uns zukommen könnte. Im Sommer wäre genug Zeit für die Stadtverwaltung gewesen, Pläne für den Weihnachtsmarkt zu entwickeln, auch bei steigenden Infektionszahlen. Wir erwarten daher von Burkhard Jung eine Begründung, warum der Weihnachtsmarkt nach dem 30. November nicht stattfinden darf. Das zu allem Überfluss damit nun auch die zwei verkaufsoffenen Sonntage abgesagt werden, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Gewerbetreibenden. Diese haben im Gegensatz zur Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben gemacht, und Hygieneschutzkonzepte vorgelegt.“
 
Schulze abschließend: „Von unserem Stadtoberhaupt können wir erwarten, dass er maßvolle und verhältnismäßige Entscheidungen trifft und dabei aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen nicht pauschal alles absagt.“