Verringerung des Zuschussbedarfs der LVB

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) werden aufgefordert zu prüfen, wo am bestehenden Streckennetz kurzfristig Leistungsanpassungen vorgenommen werden können, die den Zuschussbedarf der LVB verringern und mithin den städtischen Haushalt entlasten. Zum einen kann dies durch Fahrgaststeigerung erreicht werden. Hierzu soll die im Nahverkehrsplan 2005 als ausbaufähig benannte Erschließung bestimmter Tangentialverkehre (= Erschließung von Randgebieten) unter Nutzung von kostengünstigen, ggf. privaten Transportunternehmen erfolgen. Zum anderen kann der Zuschussbedarf durch Anpassung von Streckennetzen und Bedienungshäufigkeit vermindert werden. Dies soll stets unter der Prämisse erfolgen, dass die Einspareffekte aus solchen Anpassungen (Personal, Fuhrpark, Wartung, andere Folgekosten) wesentlich höher sind, als die zu erwartenden Einnahmeverluste (Beförderungsentgelte). In der Aufforderung an die LVB sollen folgende erste konkrete Vorschläge zur Optimierung des Verkehrsangebots unterbreitet werden:

  • Volltändige Einstellung der Tram-Linie 14 (Plagwitz – Eutritzsch)
    • Plagwitz – Westplatz: Einsatz eines kostengünstigeren, flexibeleren „Kiezbusses“
    • Westplatz – Apelstraße: Parallelverkehr anderer Linien mit hohen Frequenzen
    • Apelstraße – Eutritzsch: ausreichende Nähe zu bestehenden Haltestellen (Lin 9, 16, 90) →  Einsparung von vier Wagenzügen im Wochentagesverkehr
  • Verkürzte Führung der Linie 8 (Miltitz – Sommerfeld)
    • Künftig nur noch zwischen Grünau Nord und Paunsdorf Nord
    • die beiden Außenäste (Grünau- Nord – Miltitz sowie Paunsdorf Nord – Sommerfeld) werden im Wochentagesverkehr durch die Linien 7 bzw. 15 weiterhin optimal alle 10 min bedient → Einsparung von zwei Wagenzügen im Wochentagesverkehr
  • Modifozierung der Nord-Äste Linien 1 und 9
    • jede zweite Fahrt der Linie 9 endet von Markkleeberg West kommend am Hbf.
    • Linie 1 wird wie bisher alle 20 min zwischen Schönefeld und Mockau weiter nach Thekla geführt  → = 10 min-Takt zwischen Thekla und Mockauer / Volbedingstraße → Nettoeinsparung von einem Wagenzug im Wochentagesverkehr

Flexible Monatskarte bei der LVB

Die Jungen Liberalen fordern die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auf, die derzeitige Regelung eines starren, auf den Kalendermonat bezogenen Monatstickets zugunsten einer flexiblen Monatskarte aufzugeben. Die Möglichkeit, ein 30-Tage-Ticket an jedem Kalendertag zu erwerben und 30 Tage zu nutzen, ist flexibel und ohne Mehrkosten umsetzbar.

      
   
   ! “
# $

   % & & 

&
%
 &
’#
(
)*
 
Wirtschaft und Arbeit

Leipziger Parkautomaten

Die Jungen Liberalen fordern die Stadt Leipzig auf, benutzerfreundliche Parkautomaten einzusetzen. Die derzeit zum Erhalt eines Parkscheines nötigen passenden und oft „krummen“ Kleingeldbeträge sind – insbesondere für Touristen – in Ermangelung einer Wechselfunktion sehr unfreundlich. Statt für feststehende Geldbeträge feste Parkzeiten anzubieten schlagen die Jungen Liberalen vor, die Parkzeit je nach eingeworfener Summe individuell berechnen zu lassen.

Die Jungen Liberalen fordern zudem die Einführung einer so genannten „Brötchentaste“, die kostenfreies Parken für 15 Minuten ermöglicht.

PDF-Download: 20041120_B3_Parkautomaten

Keine Schnellschüsse gegen Feinstaub

Die Stadt Leipzig hat im Sommer 2005 mehrfach die von der EU-Feinstaubrichtlinie  geforderten Grenzwerte überschritten. Daraufhin wurden seitens der Stadt Leipzig Gegenmaßnahmen für die Stadtgebiete und einzelne Straßenzüge erwogen, so die Einführung  von Tempo-30-Zonen, vorübergehende Einengung von Fahrspuren und -richtungen  sowie Fahrverbote für LKW.

Die JuLis Leipzig fordern  die Stadt Leipzig auf, die oben genannten Maßnahmen erst dann zu ergreifen, wenn eine angemessene Straßennaßreinigung sowie die Wasserbesprenkelung von Bauarbeiten im Erdbereich  nicht zu einer relevanten Reduzierung der lokalen Feinstaubbelastung geführt haben.

Ferner fordern die JuLis die Stadt Leipzig auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Den Bürgern der Stadt dürfen keine Einschränkungen zur Vermeidung von Feinstaub abverlangt werden, solange die von den Behörden der Stadt Leipzig und der LVB betriebenen Fahrzeuge noch nicht auf Erdgasantrieb umgestellt sind und der Euro-4-Norm entsprechen sowie mit Rußpartikelfiltern ausgestattet sind.