Den DigitalPakt weiterdenken- mehr Eigeninitative in der sächsischen digitalen Bildungspolitik

Eine Ursache, dass die Digitalisierung in den Schulen nicht weiter fortgeschritten ist, liegt in der umständlichen Vergabe der Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes begründet. Die Bündelung der Ressourcen in Sachsen und die Unterstützung der Schulen durch die Landesregierung soll helfen, dass keine Schule am Ende leer ausgeht, weil sie keine Möglichkeit hatte ein eigenes Konzept zu entwerfen. Zudem kann Infrastruktur über das Land gebündelt und somit kostengünstig in ganz Sachsen zur Verfügung gestellt werden.

Beschlossen auf dem Kreiskongress am 11.07.2021

Im Folgenden der Antragstext im Wortlaut:

Antragsteller: Kreisvorstand

Antragstext:

Wir begrüßen die im Ländervergleich zügige Vergabe der Mittel aus dem DigitalPakt und dem Sofortausstattungsprogramm zur Ausrüstung der Schulen mit digitalen Endgeräten in Sachsen. Dennoch fordern wir die Landesregierung zu mehr Eigeninitiative für eine zukunftsträchtige Bildung durch Digitalisierung auf. Wir verstehen die Bundesmittel des DigitalPakts als Anstoß und Anreiz, nach Aufbau der Infrastruktur für WLAN, Smartboards und digitale Endgeräte endlich ein landeseigenes Konzept vorzulegen (wie es zum Beispiel in Bayern bereits der Fall ist[1]), mit dem gezielt die pädagogische Nutzung der Lernmittel sowie der Aufbau von Lernsoftware unterstützt werden kann. Die Jahrhundertaufgabe digitale Bildung darf nicht an politischem Unwillen oder Streitigkeiten um die Finanzierung durch Landesmittel scheitern.

Zu einem sächsischen Digitalisierungskonzept sollte zählen:

– die Aufrüstung von Lernsax zu einer vollwertigen Schulorganisationsplattform und Einrichtung eines landesweiten Lernmittel- und Aufgabenpools. Sollte die Plattform sich weiterhin als fehleranfällig und unzuverlässig erweisen, muss die Landesregierung einen Wechsel des Anbieters oder eine Teilnahme am bundesweiten Schulcloud-Projekt des Hasso-Plattner-Instituts prüfen.

– Ausbau der Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Lehrerausbildung

– Beibehaltung und Intensivierung des in der Corona-Pandemie aufgebauten Weiterbildungsangebots

– Besonderer Fokus auf Schulen bzw. Träger, die keine Mittel aus dem DigitalPakt erhalten haben bzw. diese nicht beantragten. So muss verhindert werden, dass in der Bereitstellung digitaler Lernmittel keine innersächsischen Lücken entstehen

Die genannten Maßnahmen ließen sich ebenfalls im Rahmen eines weiteren Sofortausstattungsprogrammes oder eines vollwertigen „DigitalPakt II/III“ realisieren, auf die der Freistaat im Bundesrat hinwirken soll. Für jeden Euro des Bundes könnte über den Ländereigenanteil hinaus der Betrag der Landesmittel aufgestockt werden.[2]

[1] https://www.br.de/nachrichten/bayern/so-digital-starten-bayerns-schulen-nach-ferien,S9Vk9Lu
[2] https://www.zeit.de/digital/2021-01/digitalpakt-schule-fernunterricht-homeschooling-tablets-foederalismus-digitale-bildung/komplettansicht

Digitalkompetenz über die Pandemie hinaus gewährleisten – „Digitalpädagogen“ in Sachsen einführen

Dass die Digitalisierung im Bildungswesen verschlafen wurde, ist spätestens während der Corona-Pandemie für alle sichtbar geworden und in erster Linie den Schülern auf die Füße gefallen. Da es so nicht weiter gehen kann, fordern die Jungen Liberalen Leipzig zukünftig Digitalpädagogen auszubilden, die an den Schulen gemeinsam mit Lehrern und Schülern die Digitalisierung vorantreiben und Lerninhalte sinnvoll digital aufbereiten und zur Verfügung stellen. Zudem können sie auch der Beratung und Weiterbildung dienen.

Beschlossen auf dem Kreiskongress am 11.07.2021

Im Folgenden der Antragstext im Wortlaut:

Antragsteller: Kreisvorstand

Antragstext:

die bereits bestehenden Module zum Kompetenzerwerb in der digitalen Bildung im Lehramtsstudium in Sachsen1 zu bündeln und zu einer vollwertigen Qualifikation als „Digitalpädagoge“ ausbauen. Diese medienpädagogische Ausbildung soll als Vollwertiger Masterstudiengang auch fächerübergreifend nach Vorbild des estnischen Studiengangs „Educational technology“2 oder eines ähnlichen Studienganges an der Universität des Saarlands3 erfolgen.

Digitalpädagogen sollen an den sächsischen Schulen Medieninhalte und IT-Kenntnisse vermitteln oder für die IT-Bildungsadministration und die Weiterentwicklung digitaler Lern- und Schulkonzepte eingesetzt werden. Der Freistaat muss dabei auf eine flächendeckende Verteilung der Digitalpädagoginnen und Digitalpädagogen achten. Die geschaffenen Studienmodule können zudem für Fort- und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer, die bereits im Beruf sind, genutzt werden.

1 Sächsischer Landtag, 2020, Drks. Nr. 7/4366, Anhang 1
2 https://www.ht.ut.ee/en/admissions/educational-technology-ma
3 https://www.uni-saarland.de/studium/angebot/master/edutech.html

Transfrauen im Sport

Beim Übergang sollten die Komplikationen mit der Außenwelt nach Möglichkeit gering gehalten werden oder der Person eine klare Vision vermittelt werden was er oder sie erwarten kann. Der Sportunterricht ist dabei besonders von den Veränderungen betroffen und wir hoffen den Prozess so erleichtern zu können.

Beschlossen auf dem Kreiskongress am 22.08.2020

Im Folgenden der Antragstext im Wortlaut:

Antragsteller: Max Winkler

Antragstext:

Je nach Alter der Person beim Geschlechtswandel bleiben irreversible Änderungen am eigenen Körper zurück.

Das Fach Sport darf die Versetzungsentscheidung nicht beeinflussen.
Solange die Umwandlung nicht abgeschlossen ist, kann das Umkleiden in einem separaten Bereich erfolgen.
Einen Wechsel der Umkleide muss mit allen Betroffenen besprochen werden und diese müssen alle zustimmen.
Die Bewertung im Sport muss im Zuge der Umwandlung durch den Sportlehrer entsprechend dem Fortschritt und dem damit einhergehenden Leistungsgewinn oder Verlust individuell Angepasst werden.