PROGRAMMATIK 

Der politische Prozess beginnt an der Basis. Während neue Ideen Ebene für Ebene durchschreiten, werden sie von verschiedensten Menschen kritisch ausgewertet und verfeinert. Dabei schaffen es nur die Ansätze bis ganz nach oben, welche am besten durchdacht und in ihrer besten Form präsentiert werden. Schließlich sollen sie in späteren Programmen nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern auch die Bürger außerhalb überzeugen und gewinnen.

Junge Menschen sind mitunter diejenigen, welche regelmäßig einen großen Drang nach Veränderung verspüren. Ihre Ideen sollen hinaus gebracht, und mit der Welt geteilt werden. 
Diese Übersicht soll dich unterstützen eigene Ansätze in einen Antrag umzusetzen.

 Prozess 

Im folgenden Bild ist der Werdegang deiner politischen Idee, des Antrags, noch einmal schematisch dargestellt.

 Die Idee 

Jeder Antrag brauch eine Idee. Oftmals beginnt es mit dem Gedanken: "Das funktioniert irgendwie nicht so gut...", und man beginnt darüber nachzudenken ob das Problem nicht einfacher, eleganter oder mit weniger Aufwand gelöst werden kann.

Am besten ist es anfangs Informationen zu sammeln. Das können aktuelle Zeitungsartikel, bereits bestehende Gesetze, oder auch andere politische Forderungen sein. Diese verschaffen dir einen guten Überblick über die gesamte Thematik. Man muss nicht immer ein bestimmtes Fach studiert haben, um Dinge zu verändern, jedoch lohnt es sich immer Informationen einzuholen um in späteren Diskussionen bestehen zu können.

 Der Antrag 

Du besitzt nun Motivation ein politisches Problem zu lösen und hast bereits einen Überblick Wo, Was und Wie du es umsetzen willst. Jetzt stellt sich die Frage, wie du all das in einem kurzen, oder auch mal längeren Text zusammenführen kannst.

Grundsätzlich ist ein Antrag zweigeteilt. Es gibt zum einen den Antragstext. Dieser enthält deine politische Forderung und die Form der Umsetzung, also ob ein neues Gesetz nötig ist, oder bestehende geändert werden müssen.
Es ist wirklich wichtig sich beim Antragstext auf das Wesentliche zu beschränken. Jedoch sollten dadurch keine relevanten Informationen verloren gehen, hierbei ist Präzision die größte Kunst. Es gibt zum Teil Argumente oder Teile der Begründung, die in den Antragstext eingewoben werden sollten, da sie für das Verständnis unabdingbar sind.
Bedenke: Letztlich wird über diesen Textabschnitt abgestimmt und nach Beschluss ist er meist öffentlich einsehbar.

Zum anderen kann deinem Antrag eine Begründung hinzugefügt sein. Diese kann zwar mündlich erfolgen, damit sich die anderen Abstimmenden jedoch entsprechend vorbereiten können, ist es hilfreich sie gleich dem Antrag mit anzufügen.
Begründungen werden zwar nicht mit beschlossen, dienen aber dem Verständnis und entschieden oftmals über das Schicksal des Antrags - vor allem bei Themen die weniger bekannt sind. Es kann vorkommen, dass deine Begründung der erste Einstieg in eine Thematik ist. Dabei hilft eine überzeugende Argumentation oftmals ein positives Feedback hervorzurufen.

Letztlich ist es dir überlassen wo du die Schwerpunkte in Antrag und Begründung setzt. Wenn dich dein eigener Antrag nicht selbst überzeugt, wie soll er es dann bei anderen schaffen?

 

 Der Prozess 

Jede politische Forderung kann einer bestimmten Ebene - Kommune, Land, etc. - zugeordnet werden. Ist der Antrag erdacht, solltest du dir deshalb die Frage stellen, auf welcher Ebene dieser am besten eingebracht werden könnte. Meist ist es am einfachsten ihn auf unterster Ebene, insbesondere der Kreisebene, einzubringen. Danach kann der Antrag, gemeinsam mit dem Verband, auf den höheren Ebenen eingebracht werden, bis er die Betreffende erreicht.

 

 Das Beste kommt zum Schluss 

Die vorlagen findet ihr mitsamt der Antragssammlung hier:

https://github.com/JulisLeipzig/Beschluesse