Digitale Behördengänge? Fehlanzeige!

Die Jungen Liberalen (JuLis) Leipzig kritisieren die unzureichende Digitalisierung von Leipzigs Bürgerämtern in der Corona-Krise. Während andere Städte Gänge in die Bürgerämter durch die Digitalisierung überflüssig gemacht haben, ermöglicht die Stadtverwaltung Leipzig lediglich Termine online zu vereinbaren. 
 
Dazu die Vorsitzende der JuLis Leipzig, Luise Schulze: „Gerade in Zeiten der Corona-Krise offenbart sich, dass die Stadt Leipzig in puncto Digitalisierung der Verwaltung ganz offensichtlich auf dem Stand des letzten Jahrtausends verweilt. Angesichts der aktuellen Krisensituation würde die Digitalisierung zentraler Dienstleistungen viele Behördengänge ganz im Sinne des Infektionsschutzes vermeiden. Stattdessen verschläft die Leipziger Stadtverwaltung hier eine Entwicklung, die schon vor Jahren hätte angegangen werden müssen. Denn auch ganz unabhängig von der Krise sparen digitale Bürgerämter Zeit und Geld und schonen die Nerven der Mitarbeiter und Bürger.“
 
Die Stadt Leipzig hat sich das Ziel gesetzt, ab 2022 mindestens 50% aller Verwaltungsdienstleistungen zu digitalisieren. Dies erfüllt allerdings nichts anderes als die durch das Onlinezugangsgesetz gemachten Vorgaben. Die JuLis Leipzig hoffen, dass die Corona-Pandemie als zusätzlicher Motivator für die notwendige Digitalisierung der Verwaltung dient. 
 
Schulze abschließend: „Andere Länder, die einen weit niedrigeren Lebensstandard als wir haben, machen es vor: Digitalisierung kann uns allen das Leben erleichtern. Leipzig ist eine stark wachsende Stadt, die auch für neue Unternehmensansiedlungen und Fachkräfte attraktiv sein muss. Eine gut funktionierende, digitalisierte Verwaltung wäre für Leipzig weltweit ein gutes Aushängeschild. Stadtrat und Oberbürgermeister sollten aufhören, dass Thema so stiefmütterlich zu behandeln. Nur die Umsetzung gesetzlicher Regelungen kann für so eine dynamische Stadt wie Leipzig nicht zufriedenstellend sein.“