Lippendorf nach der Kohle

Das Kraftwerk Lippendorf ist eines der modernsten Kohlekraftwerke der Welt. Jedoch gilt es, das Klima gemäß der Pariser Klimaziele soweit zu stabilisieren, dass ein zunehmendes Artensterben und Wetterextreme vermieden werden. Haupttreiber ist hier CO2, dessen Ausstoß in die Atmosphäre mit verschiedenen Mitteln verringert werden soll.

Eines davon ist die Abschaltung von Kohlekraftwerken. Das betrifft auch das Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig. Da aber ein Abriss nur noch mehr Abfall produzieren würde und wir ein Rückgrat für die Energieversorgung benötigen, liegt es nur nahe, Lippendorf nach der Abschaltung umzurüsten. Die von den Jungen Liberalen vorgeschlagenen Reaktoren der nächsten Generation sind zum einen bis zum Abschalttermin einsetzbar und bringen zudem keine Gefahr einer Kernschmelze mit sich, wie es etwa in Fukushima oder Chernobyl der Fall war (wobei dort auch menschliche Fehler eine Erhebliche Rolle spielten). Hinzu kommt, dass das Brennmaterial länger genutzt werden kann, womit weniger radioaktiver Müll entsteht.

Wir tauschen zwar auf eine gewisse Weise das Problem des CO2 gegen das des Restmülls ein. Jedoch haben wir für die Lösung des Restmüllproblems wesentlich länger Zeit, als es bei unserer Atmosphäre der Fall ist. Hinzu kommt, dass neue Kraftwerke, mit den erneuerbaren Energien im Hinterkopf, so flexibel gebaut werden können, dass ein harmonisches Zusammenspiel von Sonne-, Wind und Kernenergie unsere Energieversorgung auch in Zukunft sicherstellen kann.

Im folgenden noch der Antragstext im Wortlaut:

Antragsteller: Kreisvorstand Julis Leipzig

Antragstext:

Die Julis Leipzig fordern, das Kraftwerk Lippendorf nach der Abschaltung im Zuge des Kohleausstiegs in ein oder mehrere Kernkraftwerk(e) umzubauen (Small Modular Reactor). Ein Ausstieg aus Kernkraft und Kohle bei gleichzeitiger Elektrifizierung der Mobilität ist ein technologischer Rückschritt. Die Weiterentwicklung bestehender Technologien darf nicht verhindert werden. Deshalb fordern wir, moderne Kernkraftwerkstechnologien zu nutzen, da diese bis zu 90% weniger Abfall produzieren und sich selbst regulieren, also auch selbstständig runterfahren.