JuLis kritisieren "sächsische Mentalität"

JuLis-Vorsitzende Firmbach: „Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen“

LEIPZIG – Die Jungen Liberalen (JuLis) Leipzig verurteilen den Brandanschlag auf die geplante Asylunterkunft in der Sommerfelder Straße scharf. Die Vorsitzende Linda Firmbach (31) erklärte: „Flüchtlinge müssen in Leipzig sicher untergebracht werden. Wer sein Menschenrecht auf Asyl wahrnehmen möchte, muss in Leipzig willkommen sein und mit offenen Armen empfangen werden.“

Ein großes Problem sieht Firmbach in der „sächsischen Mentalität“, solche Vorkommnisse herunterzuspielen und sich damit abzufinden. „Politiker aller Parteien dürfen die Situation in Sachsen nicht länger verharmlosen. Das sind keine Asylkritiker, das sind Rechtsextreme. Das ist kein Protest, das ist kriminell und widerwärtig. Wer sich dem nicht unzweideutig entgegenstellt oder gar Wählerpotential in Legida-Mitläufern wittert, macht sich mitschuldig.“

Firmbach sieht die Stadtverwaltung in der Pflicht: „Die Leipziger Nazis sind mit der Schließung des NPD-Zentrums in der Odermannstraße nicht verschwunden. Sie sind eine fortbestehende Gefahr, die nicht unterschätzt werden darf. Ebenso wie Linksextremisten verdienen sie die Aufmerksamkeit der Behörden, damit die Situation in Leipzig nicht aus dem Ruder läuft.“

Die JuLis Leipzig sind eine politische Jugendorganisation, die liberale Politik mitgestaltet. Ihre knapp 50 Leipziger Mitglieder setzen sich in der FDP und vielen anderen gesellschaftlichen Strukturen für freiheitliche Lösungsansätze aktueller und drängender Probleme ein.