Fahrradmitnahmemöglichkeit in Fernverkehrszügen wirklichkeitsnäher gestalten.

Die staatlichen Entscheidungsträger in der Deutschen Bahn AG sollen sich für bessere Bedingungen zur Mitnahme von Fahrrädern in Fernverkehrszügen einsetzen. Es sind in Fernverkehrszügen Flächen zur Nutzung für die Fahrradmitnahme auszuweisen und durch geeignete Sicherungsmaßnahmen hierzu zu ertüchtigen. Eine gemeinsame Nutzung der Flächen mit Sperrgepäck und Kinderwägen erscheint praktikabel. Der unkompliziertere und kurzfristigere Erwerb von Fahrscheinen für Fahrräder auch im Internet muss dringend ermöglicht werden.

LVB fit für das nächste Jahrzehnt machen

Die LVB versuchen immer höhere Einnahmen zu generieren, gleichzeitig hat das derzeitige Angebot gerade im Vergleich mit anderen Städten ähnlicher Größe große Defizite. Die Jungen Liberalen Leipzig stellen neue Anforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr in Leipzig.

Kein Bürgerticket.  Die Jungen Liberalen Leipzig lehnen die Einführung einer verpflichtenden Abgabe in Form eines Bürgertickets an die Leipziger Verkehrsbetriebe ab.

Einsparungsmöglichkeiten und neue Finanzierungsmodelle.  Die anzunehmenden Einsparungen, die durch die Optimierung von Ampelschaltungen entstehen, sind auch für den ÖPNV enorm. Von allen zum Zeitpunkt des Beschlusses vorgeschlagenen neuen Einnahmemöglichkeiten ist für die JuLis Leipzig nur das „Liniensponsoring“ durch private Personen und Unternehmen akzeptabel.

Wettbewerb.  Nachhaltige Verbesserungen können aus unserer Sicht am besten durch Wettbewerb entstehen. Dieser muss im Rahmen einer verpflichtenden, nutzungsabhängigen Infrastrukturabgabe realisiert und durch freien Wettstreit der Verkehrsbetreiber realisiert werden. Die LVB sind in diesem Zuge  zu privatisieren und zu veräußern.

Gehwege: Pragmatismus statt Nostalgie

Die Jungen Liberalen Leipzig fordern eine mittelfristige Verbesserung der Gehwegsituation in Leipzig. Immer wenn sich die Möglichkeit günstig ergibt, sollen Gehwege so ausgebessert werden, dass Fugenanteile  möglichst gleichmäßig verteilt und Fugen flächeneben gefüllt werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen dahingehend geändert, dass Denkmalspflege einer Sanierung unter den vorgenannten Bedingungen nicht im Wege steht. Ausgehobene Gehwegplatten sollen von der Stadt veräußert werden können.

Regionale Top-Level-Domain für Leipzig

Die Leipziger JuLis setzen sich für die Etablierung der regionalen Top-Level-Domain „.leipzig“ in Leipzig ein. Die Erfahrungen, die bei dotBerlin gemacht wurden, sollten in die Überlegung einbezogen werden. Der privatwirtschaftlich organisierte Domainbetrieb ist jedoch Bedingung für die Etablierung: Den Betrieb durch staatliche Unternehmen lehnen wir ab.

Verringerung des Zuschussbedarfs der LVB

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) werden aufgefordert zu prüfen, wo am bestehenden Streckennetz kurzfristig Leistungsanpassungen vorgenommen werden können, die den Zuschussbedarf der LVB verringern und mithin den städtischen Haushalt entlasten. Zum einen kann dies durch Fahrgaststeigerung erreicht werden. Hierzu soll die im Nahverkehrsplan 2005 als ausbaufähig benannte Erschließung bestimmter Tangentialverkehre (= Erschließung von Randgebieten) unter Nutzung von kostengünstigen, ggf. privaten Transportunternehmen erfolgen. Zum anderen kann der Zuschussbedarf durch Anpassung von Streckennetzen und Bedienungshäufigkeit vermindert werden. Dies soll stets unter der Prämisse erfolgen, dass die Einspareffekte aus solchen Anpassungen (Personal, Fuhrpark, Wartung, andere Folgekosten) wesentlich höher sind, als die zu erwartenden Einnahmeverluste (Beförderungsentgelte). In der Aufforderung an die LVB sollen folgende erste konkrete Vorschläge zur Optimierung des Verkehrsangebots unterbreitet werden:

  • Volltändige Einstellung der Tram-Linie 14 (Plagwitz – Eutritzsch)
    • Plagwitz – Westplatz: Einsatz eines kostengünstigeren, flexibeleren „Kiezbusses“
    • Westplatz – Apelstraße: Parallelverkehr anderer Linien mit hohen Frequenzen
    • Apelstraße – Eutritzsch: ausreichende Nähe zu bestehenden Haltestellen (Lin 9, 16, 90) →  Einsparung von vier Wagenzügen im Wochentagesverkehr
  • Verkürzte Führung der Linie 8 (Miltitz – Sommerfeld)
    • Künftig nur noch zwischen Grünau Nord und Paunsdorf Nord
    • die beiden Außenäste (Grünau- Nord – Miltitz sowie Paunsdorf Nord – Sommerfeld) werden im Wochentagesverkehr durch die Linien 7 bzw. 15 weiterhin optimal alle 10 min bedient → Einsparung von zwei Wagenzügen im Wochentagesverkehr
  • Modifozierung der Nord-Äste Linien 1 und 9
    • jede zweite Fahrt der Linie 9 endet von Markkleeberg West kommend am Hbf.
    • Linie 1 wird wie bisher alle 20 min zwischen Schönefeld und Mockau weiter nach Thekla geführt  → = 10 min-Takt zwischen Thekla und Mockauer / Volbedingstraße → Nettoeinsparung von einem Wagenzug im Wochentagesverkehr