Bei unserem letzten Julis Stammtisch am Dienstag, den 13.04.2010, beehrte uns unerwartet prominenter Besuch. Die beiden ehemaligen Julis-Mitglieder Sven Morlok, heute Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Sachsen, und Reik Hesselbarth, Fraktionsvorsitzender der FDP Fraktion im Leipziger Stadtrat, nahmen sich an diesem Abend Zeit, um mit den Julis über aktuelle politische Entwicklungen zu sprechen. Themen waren unter anderem die kommunale Beteiligung an Unternehmen (Lecos, LVB, KWL) und die Baumschutzsatzung in Sachsen. Ein solcher Austausch ist nicht nur für uns Julis wichtig, auch unsere Abgeordneten in Stadt und Land nutzen immer wieder die Möglichkeit um ein Feedback und Intentionen für ihre tägliche Arbeit zu bekommen.
Seit gestern abend findet in einer der von Leipzig vermutlich entferntesten Städte Deutschlands der 39. Bundeskongress der Jungen Liberalen statt.
Die JuLis Leipzig sind auch wieder dabei. Neben unserer Vorsitzenden Anja und natürlich dem Landesvorsitzenden Marcus sind auch Thomas und Robert mit dabei.
Der Landesverband Sachsen hat einen wichtigen Antrag zu Urheberrechten eingebracht, wir warten gerade auf das Ergebnis des Alex-Müller-Verfahrens.

Unfälle, Operationen, Krankheiten – 80 % der Menschen benötigen in ihrem Leben mindestens einmal eine Bluttransfusion oder ein Medikament, das aus Blut gewonnen wird. Vermutlich ist es dem Irrglauben geschuldet, man wäre in der modernen Medizin so weit, es mittlerweile künstlich ersetzen zu können, dass immer weniger junge Menschen spenden. Für 2015 sagt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin bei ihrem jüngsten Kongress daher Engpässe in der Blutversorgung voraus.
Zwei Medizinstudenten haben deshalb das Uni-Jubiläum zum Anlass genommen, um etwas ganz besonderes zu versuchen: Mit ihrem Projekt »600 × Blut für 600 Jahre Universität« wollen sie über das Jahr hinweg bei mehreren Terminen zusammen mit der Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig 600 Konserven Vollblut sammeln; für jedes Jahr eine.
Das erste Obergeschoss des Neuen Seminargebäudes, das in der Presse bisweilen auffiel weil dort unter zweifelhaften hygienischen Bedingungen seit mehr als anderthalb Monaten im Erdgeschoss Studenten campieren, wurde also vergangenes Wochenende in ein Blustpendezentrum umgewandelt.
Die Jungen Liberalen Leipzig ließen es sich trotz schlechtem Wetter, Wahl und Stadtfest nicht nehmen, mit ihren Blutspenden der Uni zum runden Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Auch der Landesvorsitzende der JuliA Sachsen Marcus Viefeld (Bild oben) kam zum Blutspenden vorbei.
Bis jetzt kamen 204 Konserven zusammen, bis zu den 600 ist also noch ein weiter Weg. Die JuLis Leipzig haben sich für nächstes mal bereits wieder angekündigt.
Wie im vergangenen November nahmen die JuLis auch letzten Sonntag an der Demomstration des AK Vorrat in der Leipziger Innenstadt teil. Diesmal ging es zwar hauptsächlich darum, auf den weltweiten Aktionstag gegen Überwachung am 11.10. aufmerksam zu machen, aber mit zahlreichen Transparenten und Plakaten liefen zwischen 300 und 500 Teilnehmer durch die Innenstadt.

Ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder des Leipziger AK Vorrat für die Organisation!

Vor wenigen Wochen titelten die Medien lokal, regional und auch deutschlandweit: „Leipzigs Image als Boomtown-Ost in Gefahr“ – Also könnte man doch nun denken, dass diese Meldungen die Verantwortlichen im Leipziger Rathaus wachgerüttelt und zum Handeln gegen diesen neuerlichen „Chaotismus“ veranlasst haben. Leider falsch! Die Welle der Gewalt schwappt weiter durch die nächtlichen Straßen der Stadt. Da werden Nachtbusse von Schlägertrupps in ihre Einzelteile zerlegt und Passanten in Angst und Schrecken versetzt, da trifft man sich zu einem Konzert Namens „Courage zeigen!“ – Courage wofür? Um im Anschluss die Komplette Umgebung der Veranstaltung in Schutt und Asche zu legen? Und auch der Diskokrieg ist noch längst nicht ausgestanden. Erst letzte Nacht gab es wieder eine Messerstecherei vor der Diskothek „Schauhaus“. Jede Menge „Kriegsschauplätze“ (da sei hier das Thema Hooligans und Fußball noch nicht einmal erwähnt) die dem Image der Stadt hart zu schaffen machen. Vielleicht ist jetzt nun endlich der Zeitpunkt gekommen, an dem die Entscheidungsträger z.B. von einem Stellenabbau bei der Polizei absehen sollten? Sonst könnte es für Leipzig bald heißen: „Chaostown-Ost“.
Die Stadtratssitzung vom Donnerstag hat den Haushalt der Stadt fürs nächste Jahr beschlossen. Zwar mit einer erneuten Verschuldung von rund 33 Millionen Euro und ohne, die LVV auf ihre Schulden bei der Stadt zu verpflichten, aber es gibt auch einen Beschluss, den die JuLis schon vor Jahr und Tag gefordert haben: eine Aufstockung der Mittel für die Freie Kulturszene der Stadt. Die Einbettung dieser Forderung in die Beschlusslage der FDP war im letzten zwar nicht ganz so einfach, aber sie gelang. Und wie wie es von Sven und Dr. Burgkhardt gewöhnt sind, haben sie sich auch so schnell es geht dafür eingesetzt. Super.