Vor wenigen Wochen titelten die Medien lokal, regional und auch deutschlandweit: „Leipzigs Image als Boomtown-Ost in Gefahr“ – Also könnte man doch nun denken, dass diese Meldungen die Verantwortlichen im Leipziger Rathaus wachgerüttelt und zum Handeln gegen diesen neuerlichen „Chaotismus“ veranlasst haben. Leider falsch! Die Welle der Gewalt schwappt weiter durch die nächtlichen Straßen der Stadt. Da werden Nachtbusse von Schlägertrupps in ihre Einzelteile zerlegt und Passanten in Angst und Schrecken versetzt, da trifft man sich zu einem Konzert Namens „Courage zeigen!“ – Courage wofür? Um im Anschluss die Komplette Umgebung der Veranstaltung in Schutt und Asche zu legen? Und auch der Diskokrieg ist noch längst nicht ausgestanden. Erst letzte Nacht gab es wieder eine Messerstecherei vor der Diskothek „Schauhaus“. Jede Menge „Kriegsschauplätze“ (da sei hier das Thema Hooligans und Fußball noch nicht einmal erwähnt) die dem Image der Stadt hart zu schaffen machen. Vielleicht ist jetzt nun endlich der Zeitpunkt gekommen, an dem die Entscheidungsträger z.B. von einem Stellenabbau bei der Polizei absehen sollten? Sonst könnte es für Leipzig bald heißen: „Chaostown-Ost“.