Junge Liberale gegen Alkoholverbote

Ordnung in Leipzig leidet nicht unter Alkoholismus, sondern chronischem Bürgermeister-Versagen.

Die Jungen Liberalen Leipzig (JuLis) lehnen das geplante Alkoholverbot am Hauptbahnhof ab. „Ein Alkoholverbot träfe alle Menschen,“ meint JuLis-Vorsitzender Rudi Ascherl (27). „Ein gepflegtes Feierabendbierchen macht aus Leuten nicht automatisch Randalierer.“

„Das Gesetz sieht strenge Auflagen für Alkoholverbote vor: Nichts davon trifft auf die aktuelle Situation zu. Weil das geplante Verbot vermutlich gesetzeswidrig wäre, greift Ordnungsbürgermeister Rosenthal tief in die Trickkiste. Nachdem er am Bahnhof jahrelang nicht vorwärts kam, lässt er einen privaten Besitzer jetzt die Drecksarbeit erledigen.“

„Rosenthal sieht nur Probleme statt Menschen. Die Leute, die mit dem Alkoholverbot vertrieben werden sollen, haben individuelle Geschichten und Lebenslagen. Von einer zeitgemäßen Ordnungspolitik erwarten wir eine bessere Betreuung dieser Menschen und vor allem die Wahrung des rechtlichen Rahmens ohne Winkelzüge. Eine gute Sozialarbeit vor Ort könnte ihnen eine bessere Lebensperspektive zeigen und so vielleicht einen besseren Ort um ihre Zeit zu verbringen. Die Ordnung in Leipzig leidet nicht unter Alkoholismus, sondern chronischem Bürgermeister-Versagen.“

Die JuLis Leipzig sind eine politische Jugendorganisation, die liberale Politik mitgestaltet. Ihre knapp 60 Leipziger Mitglieder setzen sich in der FDP und vielen anderen gesellschaftlichen Strukturen für freiheitliche Lösungsansätze aktueller und drängender Probleme ein.

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